Ich arbeite mit Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft

Ich biete Psychotherapie und Psychoanalyse auf Englisch, Deutsch und Persisch an

International clients are welcome!

„Die Erfahrung einer Psychoanalyse ist ein Privileg.”


Gründe, eine Psychotherapie aufzusuchen, sind sehr vielfältig. Ich sehe meine Aufgabe als Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin darin, Menschen zu helfen, aus schwierigen Lebenssituationen herauszufinden, zu sich selbst zu finden und über sich hinauszuwachsen. Ich verstehe mich als Wegbegleiterin, als Begleiterin eines Stücks Ihres Lebens, wenn Sie das wünschen oder brauchen.

Psychoanalyse


Psychoanalyse ist eine besondere Form der Psychotherapie, die besonders zeitintensiv und tiefgreifend ist. Die Besonderheit dieser wissenschaftlichen Methode liegt darin, dass das Unbewusste, neben dem Bewussten, auch in die therapeutische Arbeit miteinbezogen wird.

Worum geht es in der Psychoanalyse genau?

In der Psychoanalyse geht es um das Verstehen von bewussten und unbewussten seelischen Vorgängen und ihrer Zusammenwirkung. In der Psychoanalyse werden - über die bewussten hinaus - auch die unbewussten Konflikte, Ängste, Fantasien, Wünsche etc. in Verhalten, Gefühle und Gedanken aufgespürt. Dabei geht es sowohl um die Gegenwart, als auch um die Vergangenheit, die in Hier und Jetzt wirksam ist. Alle Lebensereignisse, d.h. Dinge, die im Laufe des Lebens passiert sind oder auch gefehlt haben, können in einer Psychoanalyse Platz finden. Psychoanalyse ist eine wissenschaftliche Untersuchung der Gründe, weswegen sich bestimmte Muster von Verhalten, Gefühlen und Gedanken wiederholen und, warum man im Leben immer wieder in ähnlichen Situationen gerät, oder warum Analysand*innen immer wieder Ähnliches widerfährt.

Es gibt verschiedenste Gründe eine Psychoanalyse aufzusuchen. Häufig wenden sich Menschen einer Psychoanalyse zu, die vieles andere ausprobiert haben und nicht zum erhofften Ergebnis gelangt sind, welches nachhaltig wirksam bleibt. Manchmal suchen auch Menschen eine Psychoanalyse auf, die die nötige Neugierde spüren, um „es wissen zu wollen“. Die Psychoanalyse kann man kaum in allen ihrer Facetten beschreiben. Das liegt daran, dass sie nichts Statisches ist, sondern ein sehr dynamischer und hochgradig individueller und vielschichtiger Prozess, der nur von einem Selbst „erlebt“ werden kann. Wie man die Analyse erlebt und welche Worte man finden kann, um sie zu beschreiben, kann man nur herausfinden, indem man sich auf eine Analyse einlässt und selbst die Erfahrung macht.

Wie lange dauert eine Psychoanalyse?

Eine Psychoanalyse bietet ein Kontrast zu der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit an. Sie unterscheidet sich insofern von einer Psychotherapie (mit ein oder zwei Sitzungen in der Woche), als dass sie den Patient*innen die notwendige Zeit und den Raum für eine tiefere Bearbeitung von psychischen Themen gibt. Die unbewussten Zusammenhänge des psychischen Leids einer Person in der Tiefe aufzuspüren, braucht Zeit. Aus den Wiederholungen von unbewusst und bewusst verfestigten Mustern herauszufinden, braucht ebenfalls Zeit. Es ist aber allemal lohnenswert, sich diese Zeit zu gönnen. Ein Patient, der viermal in der Woche zur Psychoanalyse kam, formulierte es einmal so: „Es ist ein Privileg, in einer vierstündigen Analyse zu sein. Das Wertvollste daran ist, sich vier Stunden in der Woche nur mit sich selbst zu beschäftigen. Und es ist ein Glück, Jemanden [wie Sie] zu haben, der das alles mit einem durchgeht und durchsteht.“

Psychoanalyse ist ein Prozess, ein sehr individueller Prozess. Wie ein gutes Musikstück, das die Seele in Schwingung setzt, besteht der psychoanalytische Prozess auch aus Höhen und Tiefen, rhythmischen Wiederholungen und Erneuerungen und notwendigen Phasen, die nicht zu überspringen sind. Diese schöpferische Destruktions- und Konstruktionsprozesse brauchen ihre Zeit. Psychoanalyse entfaltet ihre volle Wirkung am besten, wenn sie eine Zeit lang konsequent und intensiv durchgeführt wird. Das Resultat der intensiven psychoanalytischen Arbeit ist in der Regel eine tiefe und nachhaltige Veränderung in der Lebensqualität der Patient*innen.

Wie fühlt sich eine Psychoanalyse an?

Eine Psychoanalyse unterscheidet sich durch ihre Intensität von einer Psychotherapie, die ein oder zwei Sitzungen in der Woche stattfindet. Eine Psychoanalyse kann wie ein aufregender aber auch beängstigender steiniger Weg sein, auf dem Leid, Freude, Ärger, Frustration, Überraschung und all die anderen Gefühle zu spüren sein können. Eine Psychoanalyse ist nicht einfach und auch nicht leicht gemacht. Sie kann aber in den Tiefen der Seele prägend und bereichernd sein. Wenn die bewussten und unbewussten Leiden groß genug sind, ist man meist eher dazu bereit, sich auf diesen steilen Bergweg zu begeben. An der Bergspitze angelangt, wird man mit freier Sicht auf die weite Welt belohnt. Die meisten Menschen, die die Erfahrung einer Psychoanalyse gemacht haben, berichten am Ende ihrer Behandlung von einem neuen Gefühl von Freiheit.

Was kann ich anbieten und was ist von Ihnen gefordert?

Im Gegensatz zu den meisten medizinischen Verfahren, wo Sie passiv eine Behandlung empfangen, ist in der Psychoanalyse Ihre aktive Teilnahme gefordert. Sie bringen Gedanken, Gefühle, Einfälle und Assoziationen, die gerade in dem Moment spontan vor Ihren inneren Sinnen aufsteigen. Mithilfe meines Fachwissens, meiner professionellen Haltung und meiner anderen psychoanalytischen Kompetenzen helfe ich Ihnen dann dabei, Zusammenhänge zu erkennen, blinde Flecken zu entdecken und Lösungen zu finden. Wir arbeiten beide gemeinsam in Ihrem Sinne.

Es gibt Bemühungen, die Psychoanalyse mit Hilfe von kurzen Videos und Illustrationen zu beschreiben. Sehen Sie im englischsprachigen Teil meiner Homepage eine Auswahl an kurzen Videos, die Ihnen eine visualisierte Vorstellung darüber geben könnten, worum es bei der Psychoanalyse geht. Hier der direkte Link dazu: What Is Psychoanalysis?

Neben psychodynamischer Psychotherapie bzw. tiefenpsychologischer Psychotherapie biete ich in meiner Praxis auch Psychoanalyse bzw. psychoanalytische Psychotherapie an. Für die Entscheidungsfindung hinsichtlich einer Psychotherapie oder einer Psychoanalyse bei mir biete ich drei Erstgespräche an. Hier mehr dazu: Behandlungsrahmen

Psychotherapie per Videotelefonie bzw. Telefon

In Übereinstimmung mit den Richtlinien und Empfehlungen der internationalen psychoanalytischen Vereinigung (IPV) biete ich in Ausnahmefällen Psychotherapie per Videotelefonie oder per Telefon an. Vor dem Hintergrund der aktuellen Covid-19- Pandemie sind online oder telefonische Psychotherapien und Beratungen generell möglich. Ein weiterer außergewöhnlicher Umstand ist beispielsweise, wenn die geografische Entfernung eine reale und unüberwindbare Schwierigkeit darstellt, für die Sitzungen persönlich in die Praxis zu kommen. Ich biete auch Psychoanalyse und Supervision an, wenn Sie in einer Region ansässig sind, in der Psychoanalyse oder Supervision mit einem IPV-Kollegen vor Ort kaum möglich ist.

Die ersten Interviews werden, entsprechend der Empfehlungen von IPV, nach Möglichkeit persönlich und in physischer Präsenz stattfinden. Generell werden wir uns so oft, wie es möglich ist, persönlich zu den Sitzungen treffen (die Empfehlung der IPV für Ausnahmesituationen lautet: „min. einmal im Jahr“). Bei der Psychoanalyse ist es besonders wichtig, dass ein Analyseprozess, der online oder telefonisch fortgesetzt werden soll, persönlich beginnt. Wir werden die individuellen Umstände besprechen, unter denen Sie eine Psychoanalyse per Videotelefonie oder Telefon wünschen, und auch den experimentellen Charakter der Telekommunikationsmethoden in Psychotherapie thematisieren. Es gibt bedeutende Unterschiede zwischen eine Psychotherapie mithilfe von Telekommunikationsmitteln und eine Behandlung, die bei physischer Anwesenheit der Beiden im selben Raum stattfindet. Die Unterschiede zwischen einer Behandlung, die online oder telefonisch verläuft und einer Behandlung, die in physischer Präsenz stattfindet, sind beachtlich und unüberwindbar. Diese Unterschiede können die Qualität einer Behandlung stark beeinträchtigen.

Im Falle einer Psychoanalyse per Telekommunikationsmittel werde ich gegebenenfalls eine Supervision mit einem*r Psychoanalytiker*in hinzuziehen, um die spezifischen Herausforderungen zu erörtern, die sich aus dem veränderten Setting ergeben, um den analytischen Prozess sorgfältig zu beobachten und die Qualität der Arbeit zu sichern.

Es gibt Mängel in Bezug auf Sicherheit, Datenschutz und Vertraulichkeit bei allen Formen der Telekommunikation. Diese Probleme müssen berücksichtigt werden. Im Falle einer Psychotherapie mithilfe von Telekommunikationsmitteln muss der*die Patient*in sich bereit erklären, die Hälfte der Verantwortung für die Sicherstellung des Behandlungsrahmens bzw. Ermöglichung eines privaten Raums während einer online- Sitzung von Beginn an zu übernehmen. Wir werden uns diese Probleme bewusst machen und die bestmögliche technische Alternative auswählen, bevor wir mit der Behandlung beginnen. Kontaktieren Sie mich, um die Möglichkeit einer Zusammenarbeit per Videotelefonie oder per Telefon zu besprechen.

Contact

Behandlungsrahmen in meiner Praxis

Ich arbeite überwiegend mit Erwachsenen und jungen Erwachsenen ab 18 Jahren.

Terminvereinbarung. Für eine erste Terminvereinbarung erreichen Sie mich via Email, Telefon, SMS oder Signal. In der Regel melde ich mich bei Ihnen innerhalb von zwei Werktagen zurück. Alle weitere Terminvereinbarungen folgen gemäß individuellen Absprachen.

Kosten. Die Kosten für die Sitzungen mit mir werden von Patienten getragen. Mein Honorar für eine Sitzung Psychotherapie oder Psychoanalyse beträgt 160 CHF. Auf Ihren Wunsch kann ich die Rechnung monatlich oder nach einer vereinbarten Anzahl an Sitzungen (z.B. nach 10 Sitzungen) stellen. Die Rechnungen werden bar oder per Banküberweisung beglichen. Falls Sie andere Wege der Rechnungsbegleichung (z.B. per Paypal) oder Rechnungsstellung in anderer Währung wünschen, können wir dies persönlich besprechen.

Ich bin auf der „Santé Suisse“ (Konkordat der Krankenkassen) als anerkannte Psychotherapeutin aufgeführt. Das ermöglicht Ihnen einen Teil der Psychotherapiekosten von Ihrer Zusatzversicherung rückerstattet zu bekommen. Sollten Sie schweizerische Zusatzversicherung haben, informieren Sie sich über die Bedingung und die Höhe der Rückerstattung bei Ihrer Krankenversicherung.

Mein Angebot. In der Regel mache ich ein Angebot für die ersten drei Sitzungen. Die erste drei Kennenlern- und Entscheidungstermine biete ich zu einem reduzierten Pauschalbetrag von 350 CHF an. Das hat den Grund, dass es uns beiden die Zeit gibt, einen ersten Eindruck voneinander zu gewinnen und uns kennenzulernen. Es erlaubt Ihnen zu entscheiden, ob Sie mit mir arbeiten wollen. Bitte lesen Sie mehr dazu weiter unten.

Erstgespräche. Für die Kennenlern- und Entscheidungsphase in meiner Praxis räume ich drei Erstgespräche ein. Es gibt keine Bedienungsanleitung und keinen Fragenkatalog. Sie erzählen frei, was Sie zu mir führt und ich versuche mir ein Bild von Ihren Schwierigkeiten zu machen. Sie können in der Regel in der dritten Sitzung eine begründete Empfehlung hinsichtlich Psychotherapie und/oder Psychoanalyse von mir bekommen. Danach können Sie darüber nachdenken, und die gemeinsame Arbeit würde dann beginnen, wenn Sie bereit sind und es wünschen.

Wenn Sie sich bereits entschieden haben, eine Behandlung mit mir zu beginnen, können wir darüber sprechen, wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte, wie viel Zeit Sie dafür einräumen wollen, welche Frequenz ich empfehlen und anbieten kann. Wir entscheiden über die Rahmenbedingungen und über das Setting. Das beinhaltet auch Regelungen für Urlaube und die Rechnungsstellungen.

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie überhaupt eine Psychotherapie oder eine Psychoanalyse benötigen, können Sie sich ebenfalls zur Beratung an mich wenden. Das können wir ebenfalls gemeinsam im Rahmen von drei Erstgesprächen herausfinden.

Über mich

Ich bin Dipl.- Psychologin, psychologische Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin.

Mein Leitbild:

Ich habe mit Menschen aus unterschiedlichen Ethnien, Religionen, kulturellen Hintergründen, sozioökonomischen Statuen und mit unterschiedlichen Berufen, politischen Meinungen, sexuellen Orientierungen und Neigungen gearbeitet. Ich respektiere die Andersartigkeit meiner Patienten, die ganz unterschiedliche Lebenserfahrungen und Lebensstile haben. Jeder Mensch ist einzigartig. Jeder Mensch ist ein eigenes Individuum; anders als ich. Das Respektieren von Andersartigkeit und der Individualität meiner Patienten ist ein zentrales Element meiner professionellen Haltung und meiner Arbeit.

Meine Mitgliedschaften:

Meine Qualifikationen entsprechen den Standards folgender professionellen Organisationen, von denen ich ein offizielles Mitglied bin:

  • Internationale Psychoanalytische Vereinigung (IPV)
  • Europäische Psychoanalytische Föderation (EPF)
  • Deutsche Psychoanalytische Vereinigung (DPV)
  • Freud-Institut Zürich (FIZ)
  • Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen (FSP)
  • Kantonalverband der Züricher Psychologinnen und Psychologen (Züpp)
  • Sigmund-Freud-Stiftung zur Förderung der Psychoanalyse e. V. (SFS)

Meine Berufserfahrungen:

Mehrjährige ambulante und stationäre Berufstätigkeit in verschiedenen psychiatrischen, psychotherapeutischen und psychosomatischen Kliniken in Wien/Österreich und Frankfurt/Deutschland. Derzeit arbeite ich in meiner privaten Praxis in Zürich/Schweiz.

Bisherige Tätigkeiten als Supervisorin und Dozentin in Themenbereichen: Migration, Flucht und Trauma sowie Mentalisierung. Mein besonderes Interesse gilt der interkulturellen psychoanalytischen Arbeit.

Ausgewählte Fortbildungen:

  • 2015 Multi-Family Therapy, Anna Freud Center, London, England
  • 2014 Mentalization based training for families, in Anna Freud Center, London

Ausgewählte Publikationen:

  • Ghaffari, Nasim (2020): Fallbericht aus ethnopsychoanalytischer Perspektive. DPV-Tagungsband 2019-2: Identität - Zwischen Beständigkeit und Wandel. Psychosozial Verlag, 200-204.
  • Ghaffari, Nasim und Köhler-Weisker, Angela (2019): „Ein menschliches Opfer war nicht notwendig. Man opfert das Vieh und feiert das Leben des Menschen“ Bericht über die Behandlung eines adoleszenten afrikanischen Flüchtlings mit ethnopsychoanalytischem Kommentar. In: Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie (KJP) 183, 3/2019 Körper und Seele, 351-370.
  • Ghaffari, Nasim und Kallenbach-Kaminski, Lisa (2019): Zur Notwendigkeit von Frequenzwechseln für den Prozess der analytischen Identitätsfindung. In: DPV-Tagungsband 2019-1: Gegenwart des Unheimlichen - unheimliche Gegenwart. Psychosozial Verlag, Gießen, 177-183.